Das Prinzip von Rüegg Ecotec AG:

Elektrostatische Partikelabscheidung

Die angewandte Technologie unterscheidet sich wesentlich von der mechanischen Filtration, wie wir sie vom Staubsauger her kennen. An eine sehr dünne Elektrode in der Mitte des Abgasrohres wird eine hohe Spannung von bis zu 20'000 Volt angelegt. Diese hohe Spannung führt dazu, dass die Feinstaubpartikel über Ionisierungsprozesse elektrisch aufgeladen werden. Aufgrund von elektrostatischen Kräften werden diese geladenen Partikel an die Innenwand des Abgasrohres gedrängt, wo sie dann auch nachhaltig abgeschieden werden. Die sich so aufbauende Staubschicht kann dann nach herkömmlicher Reinigungstechnik, gefahr- und problemlos entfernt werden
Über eine minimale Luftzufuhr (max. 5 m3/h) wird das System gekühlt und sauber gehalten, was zu einer erhöhten Funktionssicherheit und langer Lebensdauer, bei kleinem Wartungsaufwand, führt. Das so angewandte Prinzip ermöglicht als sekundäre Massnahme einen breiten Einsatz dieser Technologie, bei grösstmöglicher Abscheideeffizienz.
1. Bei ausreichend hoher Spannung an der Elektrode in der Mitte des Abgasstroms kommt es zu Ionisierungsprozessen. Somit entstehen im Abgasstrom geladene Teilchen, sogenannte Ladungsträger und Gasionen. 2. Die Gasionen lagern sich an die Feinstaubpartikel an und führen somit zu deren Aufladung. Die auf diese Weise geladenen Teile werden aufgrund der elektrostatischen Kräfte an die Innenwand des Abgasrohres gedrängt und dort abgelagert. Die Ladung der Partikel wird während des Ablagerungsprozesses “neutralisiert“. Trotzdem bleiben die Partikel aufgrund ihrer mechanischen Verzahnung am Abgasrohr kleben.
Grafik von Zumikron Abscheideeffizienz