Feinstaub - ein Gesundheitsproblem

Was ist Feinstaub

Feinstaub besteht aus winzigen Partikeln mit einem Durchmesser von weniger als 10 Tausendstelmillimeter, was etwa einem Zehntel des Durchmessers eines menschlichen Haares entspricht. Die auch als PM10 bezeichneten Partikel werden zu einem grossen Teil durch Verbrennungsvorgänge freigesetzt. Im Wesentlichen sind die Industrie, der Verkehr und die Heizungen für ihre Entstehung verantwortlich. Aufgrund ihrer geringen Grösse und ihrer chemischen Zusammensetzung sind sie für unsere Gesundheit gefährlich. Die Feinstaubpartikel dringen bis tief in unsere Lungen ein und verursachen dort diverse Erkrankungen, angefangen vom chronischen Husten bis hinzum Lungenkrebs. Stellen Sie sich vor: In stark exponierten Gebieten nimmt der Mensch mit jedem Atemzug etwa 50 Millionen Partikel auf!

Spätes Bewusstsein  

Das Problem der Feinstaubpartikel in der Atmosphäre ist zwar nicht neu, doch erst seit einigen Jahren ist man sich seiner Auswirkung auf die öffentliche Gesundheit bewusst. Betroffen sind vor allem städtische Gebiete mit grosser Besiedelungs- und Verkehrsdichte sowie Regionen, in denen Topographie und Klima die Ansammlung von Partikeln in derAtmosphäre begünstigen.

Ständige Überschreitung der Grenzwerte

Die Europäische Union und die Schweiz haben Grenzwerte für die PM10-Konzentration in unserer Atmosphäre festgelegt: das Limit für das Jahresmittel liegt in der Schweiz bei 20 µg/m3, in der EU bei 40 µg/m3. Zudem darf der Tagesgrenzwert von 50 µg/m3 nur ein, respektive 35-mal(EU) überschritten werden. Leider werden diese Grenzwerte, wie zahlreiche Messungen belegen, ständig überschritten und so kommt es, dass zum Beispiel in der Schweiz gut 40% der Bevölkerung regelmässig zu viel gesundheitsschädigenden Feinstaub einatmet.
Beispiel: In Zürich wurde der zulässige Tagesgrenzwert von 50 µg/m3 im Jahr 2006 schon in den ersten eineinhalb Monaten 24-mal überschritten. Zulässig wäre in der Schweiz maximal eine Überschreitung dieses Grenzwertes pro Jahr.

Auch Holzfeuer trägt zur Feinstaub-

problematik bei

Auch Holzfeuerungen setzen Feinstaubpartikel frei. Zwar stellen sie in der Gesamtbilanzierung nicht die wichtigste Ursache für unsere Feinstaubprobleme dar. Jedoch kann in Gegenden mit grossen Altanlagenbeständen und mangelhaftem Betreiberverhalten der Partikelausstoss aus solchen Anlagen die örtliche PM10-Belastung während der kalten Jahreszeit mitbeeinflussen.
Ein grosser Teil an Feinstaub wird durch Dieselmotoren erzeugt. Doch auch Holzfeuerungen emitieren Feinstaub, vor allem dann, wenn sie unsachgemäss betrieben werden.
Feinstaub tritt mit dem Rauch aus dem Kamin Feinstaub tritt mit dem Rauch aus dem Kamin Feinstaub Tagesmittelwerte von Zürich

ug/m3

Stadt, Park: Zürich FeinstaubTagesmittelwerte vom 01.01.2003 bis 12.02.2006